Zum Inhalt der Seite

Krieg in Äthiopien eskaliert weiter

Addis Abeba. Das äthiopische Parlament hat am Freitag einen neuen Regierungschef in der nach mehr Autonomie strebenden Region Tigray ernannt. Am Donnerstag hatte das Parlament den bisherigen Präsidenten von Tigray, Debretsion Gebremichael, abgesetzt. Dieser war im September gewählt worden und ist Chef der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF). Die Zentralregierung in Addis Abeba hatte die Wahl allerdings nicht anerkannt und geht seit vergangener Woche militärisch gegen die TPLF vor. Die UN-Hochkommissarin Michelle Bachelet warnte am Freitag, dass der Konflikt »total außer Kontrolle« geraten könne. Obwohl Kommunikationswege in Tigray gekappt worden seien, gebe es Berichte über zunehmende Luftangriffe der Regierungskräfte und schwere Kämpfe am Boden. Zudem forderte sie nach Berichten über Massaker an Zivilisten eine unabhängige Untersuchung zur Aufklärung möglicher Kriegsverbrechen. Laut Amnesty International seien am 9. November »wahrscheinlich Hunderte« Menschen bei einem Überfall in der Stadt Mai Kadra in Tigray getötet worden. (AFP/dpa/Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2020, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!