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Lübcke-Prozess: Opfer von Angriff sagt aus

Frankfurt am Main. Im Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat das Opfer eines Messerangriffs ausgesagt, der ebenfalls dem Hauptangeklagten Neonazi Stephan Ernst vorgeworfen wird. Er habe im Januar 2016 seine Flüchtlingsunterkunft verlassen, um Zigaretten zu holen, sagte am Donnerstag der 27 Jahre alte Iraker, der auch als Nebenkläger in dem Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt auftritt. Plötzlich habe er einen Stoß im Rücken gespürt und einen Radfahrer wegfahren sehen. Erst habe er gedacht, er sei von einem Stock getroffen worden, bis er Blut bemerkt habe. »Das hat mein Leben zerstört«, sagte er, als er den Tatabend schilderte. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2020, Seite 4, Inland

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