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Prozess um Kündigung von Whistleblowerin

Bielefeld. Vor dem Arbeitsgericht in Bielefeld hat am Donnerstag mittag ein Verfahren um ein Video aus dem Schlachtbetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück begonnen. Eine Mitarbeiterin soll das Filmmaterial, das mutmaßliche Verstöße gegen Coronapräventionsregeln zeigen soll, im Frühjahr im Internet veröffentlicht haben. Daraufhin bekam sie von dem Unternehmen im April die Kündigung. Das Arbeitsgericht muss jetzt über die Wirksamkeit der Kündigung urteilen. Bei einem Gütetermin hatte sie nach Gerichtsangaben eingeräumt, das Video ins Netz gestellt zu haben. Die Streitparteien hatten sich zunächst auf eine fristgerechte Kündigung und eine Abfindung geeinigt. Nach einem Anwaltswechsel aber widerrief die Frau den Vergleich vom 9. Juni. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.09.2020, Seite 4, Inland

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