Zum Inhalt der Seite

Kolumbien: Expräsident gibt Sitz im Senat auf

Bogotá. Kolumbiens ehemaliger Präsident Álvaro Uribe hat auf seinen Sitz im Senat verzichtet, nachdem das Oberste Gericht ihn hatte unter Hausarrest stellen lassen. Das gab er am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter bekannt. Die Untersuchungshaft mit Hausarrest würde »jegliche Erwartung, in den Senat zurückkehren zu können«, zunichte machen, schrieb er. Zudem beschuldigte er das Oberste Gericht, ihn ohne ausreichende Beweise verhaftet zu haben. Anfang August war Uribe unter Hausarrest gestellt worden, um zu verhindern, dass er die Ermittlungen der Justiz behindert. Er soll Zeugen bestochen und unter Druck gesetzt haben, um sie zum Schweigen zu bringen. Der Senator und seine Familie werden außerdem beschuldigt, Verbindungen zu paramilitärischen Gruppen gehabt zu haben, die im Land unzählige Massaker begangen haben. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.08.2020, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!