-
04.08.2020
- → Ausland
Boston-Attentat: Trump fordert Todesstrafe
Washington. US-Präsident Donald Trump fordert entgegen der Urteilsaufhebung durch das Berufungsgericht weiterhin die Todesstrafe für den Attentäter beim Boston-Marathon 2013. »Selten hat jemand die Todesstrafe mehr verdient als der Bostoner Bomber Dschochar Zarnajew«, schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. Die Regierung müsse die Entscheidung des Berufungsgerichts vom Freitag anfechten. Dieses hatte einen Großteil des Urteils gegen Zarnajew bestätigt, jedoch eine niedere Instanz angewiesen, einen neuen Prozess hinsichtlich der Anklagepunkte aufzulegen, für die er zum Tode verurteilt worden war. Zarnajew und sein älterer Bruder Tamerlan hatten im April 2013 zwei selbstgebaute Sprengsätze im Zielbereich des Wettlaufs gezündet. Drei Menschen wurden getötet und mehr als 260 teils schwer verletzt. (Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!