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Untersuchungsausschuss lädt Maaßen vor

Berlin. Der Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 lädt den geschassten Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (CDU) als Zeugen vor. Das hat der Ausschuss bei seiner Sitzung am Donnerstag in Berlin beschlossen. Geplant ist die Vernehmung für den 8. Oktober. Maaßen habe »das Parlament und die Öffentlichkeit hinters Licht führen wollen«, sagte der FDP-Innenpolitiker Benjamin Strasser. »Anders als er behauptete, war der Fall Anis Amri nie ein ›reiner Polizeifall‹.« Die Geheimdienste seien vielmehr deutlich vor dem Anschlag tief in die Bearbeitung des als islamistischer Gefährder eingestuften mutmaßlichen Attentäters Anis Amri eingebunden gewesen. Maaßens Behörde »hatte sogar einen Spitzel im engsten Umfeld des Attentäters, den Maaßen gegenüber dem Parlament bewusst verschwieg«, sagte Strasser. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.07.2020, Seite 1, Inland

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