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Ägypten droht mit Intervention in Libyen

Kairo. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi hat mit einer direkten Militärintervention in Libyen gedroht. Der Vormarsch der von der Türkei unterstützten Streitkräfte der libyschen »Einheitsregierung« auf die Stadt Sirte sei eine »rote Linie« für Ägypten, sagte Al-Sisi am Sonnabend in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. Das Land unterstützt im libyschen Krieg General Khalifa Haftar, der gegen die UN-gestützte Regierung in Tripolis kämpft. Diese verurteilte Al-Sisis Äußerungen umgehend und bezeichnete seine Interventionsdrohung als »Einmischung in libysche Angelegenheiten«. Die Türkei bekräftigte, die Truppen der »Einheitsregierung« weiterhin auf ihrem Vormarsch auf Sirte zu unterstützen. Haftars Truppen müssten sich aus der 450 Kilometer von Tripolis entfernten Stadt zurückziehen, um einen »nachhaltigen Waffenstillstand« zu ermöglichen, hieß es aus Ankara. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.06.2020, Seite 7, Ausland

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