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Bibliothek und Geschäft

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sieht sein Geschäft durch Onlineausleihen, »Onleihen«, bei Bibliotheken recht empfindlich gestört. 2,6 Millionen Menschen leihen hierzulande hin und wieder E-Books aus, wie eine am Dienstag in Berlin vom Verband vorgelegte Studie ergab. Zwei Drittel der Nutzer sind danach jünger als 50 Jahre. »Sie sind damit im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich jung. Außerdem sind sie überdurchschnittlich gut situiert und gebildet«, hieß es in einer Mitteilung des Börsenvereins. Die Hälfte dieser Menschen kaufe weniger oder gar keine Bücher mehr, seit sie online Leihangebote nutze. »Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass die Onleihenutzung unmittelbaren Einfluss auf den Buchmarkt hat«, sagte Nadja Kneissler vom Börsenverein und plädierte für »gerechte Lizenzregelungen«. Bibliotheken sollten besser ausgestattet werden, um das Geld weitergeben zu können. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.11.2019, Seite 11, Feuilleton

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