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Ärzte ohne Grenzen: Lager müssen evakuiert werden

Athen. Auf der griechischen Insel Samos teilen sich je 300 Migranten eine Toilette. Das ist nur eines der zahlreichen Beispiele, die »Ärzte ohne Grenzen«-Chef Christos Christou anführt, um von der EU ein radikales Umdenken im Umgang mit Flüchtlingen zu fordern. »Vier Jahre nach dem Flüchtlingspakt leben auf den griechischen Inseln 35.000 Menschen im völligen Chaos und ohne jegliche Würde«, sagte Christou am Freitag in Athen. Die Lager müssten sofort geschlossen und die Menschen aufs europäische Festland gebracht werden, forderte er im Anschluss an einen Besuch auf den Inseln Lesbos und Samos. Folteropfer, psychisch kranke Menschen und Kinder würden nicht ausreichend versorgt. Suizidversuche seien an der Tagesordnung. Der sogenannte Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei sei gescheitert, bilanzierte Christou. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2019, Seite 1, Inland

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