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Niederlande beschließen weitreichende Klimaschutzmaßnahmen

Foto: Ingo Wagner/dpa
Kohlekraftwerk des Energieunternehmens RWE im niederländischen Eemshaven

Den Haag. Die niederländische Regierung hat ein weitreichendes Maßnahmenpaket zum Klimaschutz vorgelegt. Demnach soll der CO2-Ausstoß im Jahr 2030 um die Hälfte reduziert sein – im Vergleich zu den Werten des Referenzjahres 1990. Zum Vergleich: In Deutschland sind laut Umweltbundesamt die Emissionen in den 29 Jahren seit 1990 um 27,5 zurückgegangen. Das niederländische Ziel für 2030 sei »möglich und bezahlbar«, erklärte die Regierung am Freitag in Den Haag. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Schließung aller Kohlekraftwerke innerhalb von zehn Jahren sowie eine CO2-Steuer für Unternehmen – und in zehn Jahren sollen alle neu verkauften Autos elektrisch sein. Die Steuer auf Erdgas wird erhöht. Die zusätzlichen Kosten werden auf bis zu zwei Milliarden Euro im Jahr geschätzt. In rund 30 Jahren soll das Land faktisch CO2-neutral sein. »Dies ist ein wichtiger Schritt vorwärts«, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung mehrerer Umweltorganisationen. Allerdings wird befürchtet, dass die geplanten Eingriffe nicht ausreichen. In zwei Instanzen hatten niederländische Gerichte den Staat zu einer weitaus schnelleren Reduzierung von Treibhausgasen verpflichtet. Linke und grüne Parteien lehnten das Paket der Mitte-Rechts-Regierung als unzureichend ab. Geert Wilders von der ultrarechten »Partei für die Freiheit« sprach von einem Kniefall vor der »Klimamafia«. (dpa/jW)

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Erschienen am 29.06.2019, Ausland

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