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Demirtas-Fall: Türkei will Neubewertung

Strasbourg. Der Fall des kurdischen Oppositionspolitikers Selahattin Demirtas in der Türkei beschäftigt erneut den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strasbourg. Die Richter akzeptierten einen Antrag der Türkei, dass sich die höchste Instanz des Gerichts mit dem Fall zu befassen habe, wie der EGMR am Dienstag mitteilte. Im Urteil vom November 2018 hatte es geheißen, dass der türkische Staat mit der langen Untersuchungshaft diverse Menschenrechte verletzt habe und Demirtas schnellstmöglich freigelassen werden müsse. Der ehemalige Chef der kurdischen Oppositionspartei HDP war im November 2016 verhaftet worden und sitzt auch heute noch im Gefängnis. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.03.2019, Seite 7, Ausland

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