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Myanmar: 20 Jahre Haft für Politiker

Sittwe. In Myanmar hat ein Gericht im Bundesstaat Rakhine den früheren Vorsitzenden der Arakanischen Nationalpartei, Aye Maung, am Dienstag wegen Hochverrats zu 20 Jahren Haft verurteilt. Dabei ging es um eine Rede, die Maung im Januar 2018 gehalten hatte. Darin soll er laut staatlichen Medien gesagt haben, dass die Regierung die buddhistischen Rakhine wie Sklaven behandele und die »richtige Zeit« gekommen sei für den bewaffneten Widerstand. Seine Anhänger hatten daraufhin ein Regierungsgebäude gestürmt, die Polizei erschoss sieben Menschen. Die Rakhine stehen der verfolgten muslimischen Minderheit der Rohingya ebenso ablehnend gegenüber wie das mehrheitlich buddhistische Myanmar. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.03.2019, Seite 6, Ausland

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