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Mordanklage gegen deutsche IS-Anhängerin

Berlin. Die Bundesanwaltschaft hat eine mutmaßliche deutsche IS-Anhängerin wegen der Tötung eines Kindes angeklagt. Jennifer W. wird zur Last gelegt, gemeinsam mit ihrem Ehemann im Irak ein als Sklavin gehaltenes Mädchen in sengender Hitze angekettet zu haben, bis es verdurstete, wie die Bundesanwaltschaft am Freitag mitteilte. Die 27jährige war demnach im August 2014 über die Türkei und Syrien in den Irak gereist, wo sie sich dem IS anschloss. Ende Januar 2016 beantragte W. in der deutschen Botschaft in Ankara neue Ausweispapiere, wurde danach von den Sicherheitsbehörden festgenommen und nach Deutschland abgeschoben. Jennifer W. und ihr Mann kauften laut Anklage im Sommer 2015 das fünf Jahre alte Mädchen und hielten das Kind in ihrem Haushalt als Sklavin. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.12.2018, Seite 4, Inland

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