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Afrika-Werdung

Der Historiker und Philosoph Achille Mbembe erhält heute in Düsseldorf den mit 100.000 Euro dotierten Gerda-Henkel-Preis. Unter den »führenden Vertretern der postkolonialen Theorie« sei er einer der wenigen, die aus Afrika stammen und auch dort wirken, teilte die Jury zur Begründung mit. Mbembe wurde 1957 in Kamerun geboren und lehrt im südafrikanischen Johannesburg. Zuletzt erhielt er im November in Ludwigshafen den Ernst-Bloch-Preis, 2015 wurde er für sein Buch »Kritik der schwarzen Vernunft« in München mit dem Geschwister-Scholl-Preis geehrt. Aus Sicht Mbembes droht eine »Afrika-Werdung« der Welt mit immer kleineren Wohlstandsinseln und immer größeren Elendsgebieten voller entrechteter Tagelöhner. »Afrika ist der Ort, von dem aus man die größte Frage unserer Zeit am besten stellen kann«, sagte er Anfang des Jahres auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz dieser Zeitung, »die Frage nach der Zukunft des Lebens auf unserem Planeten«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2018, Seite 11, Feuilleton

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