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Europaspiele

Minsk ohne BRD

Berlin. Die Bundesregierung will für die Europaspiele nächstes Jahr in Minsk keine Mittel für die Athleten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Verfügung stellen. Das geht aus dem Entwurf des Bundeshaushaltes für 2019 und einer kleinen Anfrage vom 11. September hervor. »Dies ist geschichtsvergessen und politisch verantwortungslos,« erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sportpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke, André Hahn, am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Er forderte die Regierung auf, angesichts »der im 2. Weltkrieg verübten Verbrechen am Volk von Belarus« und »dem Beitrag des Landes als Gastgeber für die Gespräche zur Konfliktlösung in der Ukraine«, die Sportveranstaltung nicht zu boykottieren. Die Europaspiele finden auf Beschluss des Europäischen Olympischen Komitees (EOC) statt, der DOSB hatte geplant, mit 181 Athleten und 91 Betreuern an den zum zweiten Mal ausgetragenen Spielen teilzunehmen und einen Zuschuss zu den Kosten in Höhe von 337.500 Euro beantragt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.09.2018, Seite 16, Sport

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