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Betriebsratsmobbing vor Gericht

Augsburg. Vor dem Arbeitsgericht Augsburg wird seit dem gestrigen Montag ein Fall von Betriebsratsmobbing verhandelt. Dabei versucht das Verlags- und Buchhandelsunternehmen »Weltbild« den Vorsitzenden seiner betrieblichen Interessenvertretung fristlos zu kündigen. Da das Betriebsratsgremium diesem Schritt nicht zugestimmt hat, beschäftigt sich nun das Arbeitsgericht in einem vom Konzern beantragten sogenannten Zustimmungsersetzungsverfahren mit dem Fall. Bei der Sitzung am Montag handelte es sich um einen sogenannten Gütetermin. Eine Entscheidung in dem Verfahren stehe erst später an, so ein Gerichtssprecher gegenüber dpa. Die Kündigung des Betriebsrats begründet »Weltbild« damit, dass dieser einen anderen Mitarbeiter zum Betrug durch Vortäuschung einer Erkrankung aufgefordert habe. Verdi hält diese Begründung für vorgeschoben, um den Betriebsrat loszuwerden. Am Montag kam es deshalb zu einer Solidaritätsdemonstration von Gewerkschaftern vor dem Gerichtsgebäude. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.07.2018, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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