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Kleidungsvorschriften im Iran nicht haltbar

Teheran. Der Kampf gegen die »unislamische« Kleidung der Frauen im Iran ist nach Ansicht des Generalstaatsanwalts des Landes gescheitert. Polizeiaktionen und juristische Schritte hätten nichts gebracht, sondern »nur dem internationalen Image des Landes geschadet«, sagte Mohammed Dschafar Montaseri, der selbst Kleriker ist, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch.

Im Iran müssen alle Frauen und Mädchen ab neun Jahren in der Öffentlichkeit ein Kopftuch und einen langen weiten Mantel tragen. »Sünderinnen« droht die Verhaftung durch die Sittenpolizei, in manchen Fällen auch ein Verfahren und eine hohe Geldstrafe.(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2018, Seite 15, Feminismus

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