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Mütterrente nicht für arme Frauen

Berlin. Der Sozialverband VdK hat die Bundesregierung zu Korrekturen bei der sogenannten Mütterrente aufgefordert, um zu verhindern, dass diese bei ärmeren Frauen auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwochausgaben der Zeitungen), die von Sozialminister Hubertus Heil am 13. Juli vorgestellten Pläne zu Erhöhungen bei der Mütterrente würden bei Bezieherinnen der Grundsicherung »sofort einkassiert«.

Mit der von Heil vorgeschlagenen »Mütterrente II« soll Müttern oder in Ausnahmefällen Vätern von mehr als zwei Kindern, die vor 1992 geboren wurden, ein drittes Erziehungsjahr bei der Rente angerechnet werden. Bisher sind alle Eltern bzw. hauptsächlich Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bei der Rente benachteiligt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2018, Seite 15, Feminismus

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