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Algerien: Flüchtlinge wieder in Wüste ausgesetzt

Niamey. Algerien hat nach einem Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) erneut mehrere hundert Flüchtlinge in der Wüste ausgesetzt. Zwei Menschen hätten nicht überlebt, schrieb der Leiter der IOM-Mission im Niger, Giuseppe Loprete, am Montag im Internet. Knapp 400 Menschen seien ohne Nahrung und Wasser »mitten im Nirgendwo« ausgesetzt worden. Der Großteil der Flüchtlinge stamme aus Guinea, weitere kämen von der Elfenbeinküste, dem Senegal und Kamerun. Die Vereinten Nationen hatten Algerien zuletzt mehrfach vorgeworfen, Flüchtlinge festzunehmen und an der Grenze zum Niger in der Wüste auszusetzen. Algeriens Innenminister Noureddine Bedoui wies die Vorwürfe bereits am Sonntag zurück. Algier sei einer Kampagne ausgesetzt, zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur APS. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2018, Seite 1, Ausland

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