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Großrazzia gegen Menschenhandel

Frankfurt/Main. Mit einer Großrazzia hat die Bundespolizei ein Netzwerk zerschlagen, dessen Organisatoren Schleusung, Zwangsprostitution, Vorenthalten von Löhnen und Steuerhinterziehung vorgeworfen werden. Mehr als 1.500 Beamte durchsuchten am Mittwoch morgen zeitgleich 62 Bordelle, Büros und Wohnungen in zwölf Bundesländern, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte. Dabei wurden laut Bundespolizei sieben Haftbefehle vollstreckt und mehr als 100 Menschen vorläufig festgenommen. Hauptbeschuldigte sind ein 62jähriger Deutscher und eine 59jährige Frau thailändischer Herkunft. Aus dem asiatischen Land sollen auch die Opfer stammen – mindestens 32 bisher konkret ermittelte Frauen und Transsexuelle, die von ihr in die BRD gelockt wurden und mit Touristenvisa einreisten. Die Schulden für die angeblichen Kosten in Höhe von 16.000 bis 36.000 Euro sollten sie in Bordellen abarbeiten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2018, Seite 1, Inland

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