Zum Inhalt der Seite

Preise für Arzneimittel in BRD explodiert

Berlin. Die Arzneimittelpreise in der Bundesrepublik sind in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Medikamente legten von 2007 bis 2016 um rund ein Drittel zu. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Sprecherin für Arzneimittelpolitik der Linken-Fraktion, Sylvia Gabelmann, hervor, die jW vorliegt. Demnach wurden in diesem Zeitraum für die zehn teuersten Präparate insgesamt knapp 85 Prozent mehr Geld ausgegeben. Der Umsatz mit patentgeschützten Medikamenten nahm nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums um knapp 30 Prozent zu, obwohl die Verordnungen um 16,4 Prozent zurückgingen. Im Gespräch mit jW kritisierte Gabelmann am Dienstag, dass die Preisverhandlungen zwischen Hersteller und Krankenkassen strenger Vertraulichkeit unterliegen. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.02.2018, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!