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Journalist Yücel geißelt Türkei als Willkürstaat

Berlin/Istanbul. Der nach einem Jahr aus türkischer Haft entlassene Journalist Deniz Yücel hat nach seiner Ausreise die Türkei als Willkürstaat angeprangert. Viele Menschen säßen dort nur im Gefängnis, weil sie »eine oppositionelle Meinung« hätten, sagte der 44jährige in einer Videobotschaft. Der Korrespondent der Zeitung Die Welt hatte wegen Terrorvorwürfen ohne Anklage in Untersuchungshaft gesessen. Er war am späten Freitag abend in Berlin gelandet. Am Sonnabend nachmittag war er schon wieder im Ausland, wie er über Twitter mitteilte.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) beteuerte am Sonnabend am Rande der sogenannten Münchener Sicherheitskonferenz, es habe im Fall Yücel keine »Gegenleistung« für die Freilassung gegeben. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.02.2018, Seite 4, Inland

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