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Gewerkschaften fordern Vermögensteuer

Berlin. Vor den im Januar beginnenden Sondierungsgesprächen von Union und SPD dringt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf Änderungen in der Steuerpolitik. Die Vermögensteuer müsse wieder eingeführt und die pauschale Abgeltungssteuer für Kapitalerträge abgeschafft werden, erklärte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. »Wer mehr Verteilungsgerechtigkeit will, muss sich an Steuererhöhungen herantrauen«, sagte Körzell den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Unternehmer und Vermögende müssten sich mehr als bisher an der Finanzierung der öffentlichen Infrastruktur beteiligen. Zudem müssten Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag für Zukunftsinvestitionen verwendet werden. Eine Abschaffung des Soli wäre eine Steuersenkung für Gutverdiener, sagte Körzell. »Das ist unsinnig und ungerecht.« (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.12.2017, Seite 1, Inland

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