Zum Inhalt der Seite

Vor Sondierung: De Maizière warnt SPD

Berlin. Vor Beginn der Gespräche zwischen Union und SPD über eine Regierungsbildung hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) die Sozialdemokraten vor »überzogenen Erwartungen gewarnt«. Die SPD solle »nicht glauben, dass alles, was sie als besonders wichtig ansieht, von uns akzeptiert werden kann«, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). Die CDU-Spitze nahm am Sonntag abend Beratungen über die bevorstehenden Gespräche mit der SPD auf.

Wegen der vermutlich bis zum Frühjahr dauernden Koalitionsverhandlungen schlug de Maizière eine fraktionsübergreifende »Vorabvereinbarung« zum Familiennachzug bei Geflüchteten mit sogenanntem subsidiärem Schutzstatus vor. Die im Frühjahr 2016 von der großen Koalition beschlossene Aussetzung des Familiennachzugs für diese Personengruppe läuft am 16. März 2018 aus. CDU und CSU wollen den Betroffenen weiterhin das Nachholen der engsten Angehörigen verwehren, die SPD ist derzeit dagegen. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2017, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!