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Weitere Verzögerung im NSU-Prozess

München. Die Plädoyers der Nebenkläger im Prozess zum »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) verzögern sich erneut um mehrere Wochen und können frühestens am 9. November beginnen. Grund dafür ist wieder ein Befangenheitsantrag, den der als Terrorhelfer angeklagte André Eminger am Mittwoch ankündigte. Das Gericht unterbrach die Sitzung daraufhin und sagte die Verhandlung am Donnerstag ab. In der kommenden Woche sind wegen der Herbstferien in Bayern keine Termine geplant. Eminger hatte den NSU-Prozess in den vergangenen sechs Wochen bereits mit einer Kette von Befangenheitsanträgen lahmgelegt. Der letzte dieser Art war am Dienstag abgewiesen worden (jW berichtete). (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.10.2017, Seite 4, Inland

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