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Land hilft Jesidinnen zwei weitere Jahre

Stuttgart. Die in Baden-Württemberg aus dem Nordirak aufgenommenen traumatisierten Jesidinnen können vorerst dort bleiben und erhalten weiter Unterstützung. Für die rund 1.000 Frauen und Kinder, die in Gefangenschaft der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) waren, würden Aufenthalt und Therapie zwei weitere Jahre finanziert, teilte das Staatsministerium am Dienstag in Stuttgart mit. Das habe das Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Stuttgart beschlossen. Die Kosten für Aufnahme und Gesundheit blieben demnach weit unter den ursprünglichen Ansätzen. Von den veranschlagten 95 Millionen Euro wurde laut Staatsministerium bislang nicht einmal die Hälfte ausgegeben. Die vorwiegend jesidischen IS-Opfer waren zwischen 2015 und Anfang 2016 nach Baden-Württemberg gekommen. Heute leben sie in 23 Gemeinden des Landes. Sie bekamen im Zuge einer humanitären Aufnahme einen Aufenthaltsstatus. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.10.2017, Seite 4, Inland

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