-
07.10.2017
- → Feuilleton
Karoshi-Kultur
Vier Jahre nach dem Herzinfarkt einer jungen Radioreporterin hat der japanische Sender NHK eingeräumt, dass ihr Tod auf Überarbeitung zurückzuführen war. Der öffentliche Sender stellte am Donnerstag (Ortszeit) eine Veränderung seiner »Arbeitskultur« in Aussicht. Die 31jährige Politikreporterin hatte im Monat vor ihrem Tod 159 Überstunden gemacht und nur zwei Tage nicht gearbeitet. Sie war im Juli 2013 tot in ihrem Bett gefunden worden. Ein Jahr danach konstatierten die japanischen Behörden einen Zusammenhang mit Überarbeitung, für die in Japan das Wort »Karoshi« geprägt wurde. Der Sender NHK machte den Fall erst jetzt öffentlich. Er war bisher dafür bekannt, das hohe Arbeitspensum in Japan anzuprangern und ausführlich über Fälle von Überarbeitung in anderen Unternehmen zu berichten. (AFP/dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!