Zum Inhalt der Seite

Antichinesischer Schutzwall?

Berlin. Die Bundesregierung sorgt sich um die heimische Industrie. Deshalb macht sie Druck und verlangt stärkere Vetorechte der EU-Staaten beim Verkauf von Firmen an chinesische Investoren: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) forderte am Mittwoch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dazu auf, endlich aktiv zu werden. Die zahlreichen chinesischen Firmenaufkäufe und der damit verbundene Kapitalzufluss belegten zwar die wirtschaftliche Attraktivität der EU und der BRD. Es sei aber zu erkennen, dass China sich bei Übernahmen einseitig auf »industrielle Hoch- und Schlüsseltechnologien« konzentriere, warnte Zypries. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.08.2017, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!