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Joachim Herrmann für Lager in Libyen

Berlin. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann plädiert dafür, aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge und Migranten nach Libyen zurückzubringen. Es müsse »in Zukunft kein Automatismus mehr sein, dass jeder, der aus dem Mittelmeer gefischt wird, automatisch nach Sizilien oder Süditalien gebracht wird«, sagte der CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Deutschlandfunk. Dazu liefen aktuell Verhandlungen zwischen Libyen und Italien.

Für die geplanten Rückführungen müssten in Libyen oder anderen nordafrikanischen Ländern Lager eingerichtet werden. Die Lage in Libyen sei zwar schwierig, räumte Herrmann ein. Es gebe aber noch andere nordafrikanische Staaten, in denen solche »Aufnahmecamps« eingerichtet werden könnten.

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Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind in diesem Jahr bislang mehr als 110.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Über 93.000 landeten in Italien. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2017, Seite 4, Inland

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