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Ikea: Hungerlöhne an Lkw-Fahrer

London/Stockholm. Die BBC erhebt schwere Vorwürfe gegen Logistikfirmen, die unter anderem für IKEA tätig sind. Einem Bericht vom Mittwoch zufolge erhalten viele Lkw-Fahrer, die im Auftrag des schwedischen Möbelhändlers und anderer namhafter Firmen in Westeuropa unterwegs sind, Hungerlöhne von wenigen Hundert Euro im Monat.

Mindestlohnregelungen werden demnach umgangen, indem die Fahrer zu dem Entgeltniveau ihrer osteuropäischen Heimatländer angestellt werden, obwohl sie angeblich ausschließlich in westeuropäischen Staaten unterwegs sind. Dem BBC-Beitrag zufolge hausen sie teils monatelang in ihren Führerkabinen ohne Zugang zu fließendem Wasser.

»Wir nehmen die BBC-Berichte sehr ernst«, schrieb eine Ikea-Sprecherin in einer E-Mail an die Deutsche Presse-Agentur. Das Unternehmen werde auf jeden konkreten Beweis für Fehlverhalten reagieren, der ans Management herangetragen werde. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.03.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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