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Asylverfahren dauern immer länger

Berlin. Die Zehntausenden Asylbewerber in der BRD müssen immer länger auf einen Bescheid der Behörden warten, ob sie bleiben dürfen oder nicht. Im vierten Quartal 2016 brauchte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) dafür im Schnitt 8,1 Monate. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Fraktion von Die Linke im Bundestag hervor. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2016 waren es durchschnittlich 7,1 Monate, 2015 nur 5,2 Monate. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben), viele Schutzsuchende würden sogar über Jahre im unklaren gelassen und zur Untätigkeit gezwungen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2017, Seite 4, Inland

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