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23.02.2017
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Anklage gegen Manager der Rüstungsindustrie
München. Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage erhoben gegen Manfred Bode, den Aufsichtsratsvorsitzenden des Rüstungskonzerns Krauss-Maffei-Wegmann. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung (Mittwochausgabe) soll er Bestechungsgelder als steuermindernde Betriebsausgaben veranschlagt haben. Angeblich seien in den Jahren 2000 bis 2005 mehr als fünf Millionen Euro an ein Beratungsbüro gezahlt worden – offenbar im Rahmen eines Rüstungsgeschäfts. Bode war damals Geschäftsführer und als solcher für die Bilanz des Konzerns verantwortlich. Das Büro wurde den Recherchen zufolge von zwei ehemaligen SPD-Abgeordneten betrieben. Ihnen werfe die Staatsanwaltschaft München Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche vor. Sowohl Bode als auch die früheren Parlamentarier haben alle Vorwürfe zurückgewiesen. (jW)
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