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Denkmalsturm in Ukraine 2016 ungebrochen

Kiew. In der Ukraine sind im ablaufenden Jahr 1.320 Denkmäler zu Ehren des Revolutionärs und Gründers der Sowjetunion, Lenin, geschleift worden. 51.500 Straßen hätten neue Namen bekommen, die nicht mehr an die »kommunistische Vergangenheit« erinnern, teilte das staatliche Institut für nationales Gedenken am Dienstag in Kiew mit. Parlament und Regierung wollen unter dem Deckmantel der »Ukrainisierung« das Gedenken an die sowjetische Vergangenheit und die historischen und kulturellen Verbindungen zum Nachbarland Russland tilgen. So wurde in Kiew die Straße Moskauer Prospekt in Bandera-Prospekt umbenannt. Der Nazikollaborateur und Antisemit Stepan Bandera (1909–59) gilt den neuen Machthabern als »Nationalheld«. Doch vielerorts kommt es auch zu Widerstand. So wehren sich die Bewohner der Millionenstadt Dnipropetrowsk gegen deren Umbenennung in Dnipro. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2016, Seite 1, Ausland

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