Zum Inhalt der Seite

Türkei: Erdogan ­unterdrückt Presse

Istanbul. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan geht nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) systematisch gegen unabhängige Medien in seinem Land vor. Ziel der politischen Führung in Ankara sei es, »Kontrolle oder Kritik an ihrem rücksichtslosen Vorgehen gegen vermeintliche Feinde zu verhindern«, kritisiert HRW in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. 148 Journalisten und Mitarbeiter von Medien seien in Polizeigewahrsam oder im Gefängnis. Unter dem nach dem Putschversuch Mitte Juli verhängten Ausnahmezustand seien 169 Medien und Verlage geschlossen worden. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.12.2016, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!