-
04.11.2016
- → Inland
Warnung vor Klinikschließungen
Berlin. Der Marburger Bund hat vor großangelegten Krankenhausschließungen gewarnt. »In keinem anderen Versorgungsbereich hat es in den vergangenen Jahren mehr Rationalisierung und staatlich verfügten Kapazitätsabbau gegeben als im Krankenhaussektor«, erklärte der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft, Rudolf Henke, am Donnerstag in Berlin.
In den vergangenen 20 Jahren seien rund 110.000 Krankenhausbetten abgebaut worden, während gleichzeitig die Zahl der stationär behandelten Patienten von rund 16 Millionen auf 19,2 Millionen gestiegen sei. Der Preis für diese »beispiellose Effizienzsteigerung« sei Arbeitsverdichtung auf unterbesetzten Stationen, erklärte Henke.
Er reagierte damit auf ein Diskussionspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die einen grundlegenden Umbau der Krankenhausstruktur sowie die Schließung von Kliniken angeregt hatte. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!