-
04.11.2016
- → Inland
EU-Kommissar Oettinger entschuldigt sich
Brüssel. Günther Oettinger hat sich für seine abfälligen Äußerungen über Chinesen entschuldigt. »Ich sehe ein, dass die von mir verwendete Wortwahl schlechte Gefühle ausgelöst hat und Menschen sogar verletzt haben könnte«, erklärte der EU-Kommissar für digitale Wirtschaft am Donnerstag. »Das war nicht meine Absicht, und ich möchte mich für jedwede Bemerkung entschuldigen, die nicht so respektvoll war, wie geboten.« In einer Rede vor Unternehmern in Hamburg hatte er unter anderem Chinesen als »Schlitzohren und Schlitzaugen« und belgische Politiker wegen ihres Widerstands gegen das Handelsabkommen CETA als Kommunisten bezeichnet.
In seinem Entschuldigungsschreiben erklärte der CDU-Politiker auch, seine Rede sei als »Weckruf« gedacht gewesen. Der 63jährige soll zum Jahreswechsel den einflussreichen Posten des EU-Haushaltskommissars übernehmen. (AFP/dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!