-
11.10.2016
- → Ausland
Schmähungen und wenig Inhalt
Washington. Bei der zweiten Fernsehdebatte zwischen den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton haben sich die Kontrahenten interessierter daran gezeigt, sich gegenseitig zu beschimpfen, als ihre Wahlprogramme vorzustellen. Diese Einschätzung verbreitete die kubanische Agentur Prensa Latina. »Clinton erschien korrekter und besser vorbereitet, Trump war derselbe Brandstifter wie immer«, hieß es in dem Korrespondentenbericht.
Der Republikaner, der wegen eines Videos mit vulgären Beleidigungen unter Druck stand, hatte kurz vor dem TV-Duell zum Gegenangriff ausgeholt. Bei einer Pressekonferenz in einem Hotel in St. Louis warfen drei Frauen Expräsident William Clinton vor, sie sexuell missbraucht zu haben. »Mr. Trump hat vielleicht ein paar schlimme Worte gesagt«, aber das sei kein Vergleich mit dem, was sie selbst erlitten habe, sagte Juanita Boaddrick während des live auf Facebook übertragenen Auftritts. Bill Clinton habe sie »vergewaltigt« und Hillary habe sie »bedroht«. (PL/AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!