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Bayern gibt Wohnsitze für Asylbewerber vor

München. Vom 1. September an dürfen die Bezirksregierungen in Bayern anerkannten Asylbewerbern für drei Jahre einen Wohnsitz vorschreiben. »Mit der Wohnsitzzuweisung gewährleisten wir, dass Migrantinnen und Migranten in Bayern mit uns leben und nicht neben uns. So verhindern wir die Bildung von Parallelgesellschaften und fördern zugleich die Integration bayernweit«, sagte Sozialministerin Emilia Müller (CSU) am Mittwoch in München. Bayern ist laut Landesregierung das erste Bundesland, das die Wohnsitzzuweisung zulässt.

Ausgenommen von der Regelung sind anerkannte Asylbewerber, die bereits eine Ausbildung absolvieren oder sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Mit der Zuweisung soll, so die Begründung, verhindert werden, dass Asylbewerber vor allem in die Großstädte ziehen, wo der Wohnraum ohnehin bereits knapp ist. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.09.2016, Seite 5, Inland

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