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Israel führt Prozess gegen World Vision

Jerusalem. Der Präsident der internationalen Hilfsorganisation World Vision hat die israelischen Beschuldigungen gegen seinen Büroleiter im Gazastreifen in Zweifel gezogen und betont, dass nur ein öffentliches Gerichtsverfahren zur Aufklärung beitragen kann. »Ein Prozess ist legitim, wenn er transparent ist«, sagte Kevin Jenkins der Nachrichtenagentur AFP. Das Gerichtsverfahren gegen Mohammed Al-Halabi begann am Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Beerscheba. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, Hilfsgelder an die Palästinenserorganisation Hamas umgeleitet zu haben. Seine Verteidigerin Lea Tsemel erklärte, ihr Mandant werde auf unschuldig plädieren. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2016, Seite 2, Ausland

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