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Zwischen den Schüben

Der Schriftsteller Thomas Melle beklagt im aktuellen Spiegel die »Tendenz«, im Zuge von Terrorattacken und Amokläufen »psychisch Kranke zu kriminalisieren«. »Da ist eine Erklärungshysterie im Gange, die selbst völlig manisch ist«, sagt Melle, der manisch-depressiv ist und über das Leben mit der Erkrankung in seinem neuen Buch »Die Welt im Rücken« (Longlist des Deutschen Buchpreises) schreibt. »Theoretisch sind die Menschen ach so offen, praktisch aber total vernagelt. Das wird zur Zeit wieder schlimmer.« Arbeitsfähig ist Melle nur zwischen den Schüben. »In den depressiven Phasen macht man gar nichts, in den manischen nur Schwachsinn.« Seine Aufenthalte in der Psychiatrie hat er als »Warten auf nichts« in Erinnerung. »Ein bisschen wie ein Theaterabend von Christoph Marthaler, nur über Wochen, Monate.«(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2016, Seite 11, Feuilleton

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