-
29.08.2016
- → Ausland
Tsipras kritisiert Kürzungspolitik
Athen. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat scharfe Kritik an der Kürzungspolitik der Europäischen Union geäußert. Sie schaffe immense Ungleichheit unter den EU-Mitgliedern und drohe, die Union zu zerreißen. Die EU schlafwandele am Abgrund, warnte er. Das »Brexit«-Votum der Briten werde entweder dazu führen, dass die EU-Führer aufwachten, oder es sei der Beginn vom Ende der Union, sagte Tsipras der Sonntagszeitung Realnews. Deutschland agiere als »Sparkasse Europas« mit großen Überschüssen, eingefrorenen Löhnen und einer niedrigen Inflation, während die schuldengeplagten Südländer der EU alle Rekorde bei der Arbeitslosigkeit brächen. »Wenn das Dogma Schäubles von einem Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten und von Niedriglohn- Wirtschaftszonen nicht abgelegt wird, wird dies Europa an den Rand der Auflösung bringen«, sagte Tsipras. (Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!