Zum Inhalt der Seite

Türkei hat drei Anträge auf Auslieferung gestellt

Berlin. Die Türkei hat seit dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli drei Auslieferungsbegehren an Deutschland gestellt. Außerdem seien den deutschen Behörden bis zum 17. August 40 Fahndungsaufrufe und drei sonstige Rechtshilfeersuchen übermittelt worden, teilte eine Sprecherin des Justizministeriums am Freitag in Berlin mit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verdächtigt den islamischen Prediger Fethullah Gülen, Urheber des Umsturzversuches zu sein. Zehntausende mutmaßlicher Gülen-Anhänger sind in der Türkei verhaftet oder entlassen worden. Türkische Regierungsmitglieder fordern von ausländischen Staaten – darunter Deutschland – die Auslieferung von Gülen-Anhängern. (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.08.2016, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!