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Luxusfüller: Lammert ließ Akten vernichten

Berlin. In der Affäre um teure Schreibgeräte, die Bundestagsabgeordnete bestellt haben sollen, hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) nach einem Bericht der Bild vom Donnerstag Akten vernichten lassen, um Parteifreunde zu schonen. Das Blatt hatte am Mittwoch eine Liste von mehr als 90 Abgeordneten veröffentlicht, die im Jahr 2009 insgesamt 396 Füller und Stifte im Wert von 68.800 Euro bestellt und aus zweckgebundenen Mitteln für Bürobedarf bezahlt hätten. Lammert hatte in einem Rechtsstreit versucht, die Herausgabe der Namen der Politiker zu verhindern. Laut Bild ließ er zudem alle Rechnungen aus den drei Jahren davor vernichten.(jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2016, Seite 2, Inland

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