-
22.08.2016
- → Inland
Asylindustrie bangt ums gute Geschäft
Berlin. Im Vergleich zum vergangenen Jahr kommen weniger Geflüchtete in der Bundesrepublik an. Der Rückgang führt zu Streit zwischen den Herstellern von Containerdörfern und den Kommunen. Das geht aus einem Bericht der Welt am Sonntag hervor. Dort beklagte sich etwa der Unternehmer Jürgen Wowra vom Traglufthallenbauer Paranet. Sein Unternehmen habe 33 Notunterkünfte für 12.000 Geflüchtete aufgebaut. Zehn werden demnach schon wieder aufgelöst. »Ganze Containerdörfer stehen leer«, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes für Bausysteme, Günter Jösch, der Zeitung. Er sei bereits mehrfach im Bundesbauministerium vorstellig geworden. Dort sei man davon ausgegangen, dass wiederum 800.000 bis zu einer Million Schutzsuchende ankommen würden. Dass schon 2016 im Vergleich zum Vorjahr »kaum noch jemand kommen« würde, habe im Bauministerium niemand geahnt, so Jösch. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!