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Castorf ausgebuht

Buhrufe bei den Bayreuther Festspielen: Der »Siegfried« in der Inszenierung von Frank Castorf ist am Freitag abend von weiten Teilen des Publikums heftig ausgebuht worden. Der Intendant der Volksbühne Berlin verlegt die große Saga um den jungen Mann, der das Fürchten nicht kennt, einen Drachen tötet und die Liebe findet, vor die Kulisse eines kommunistischen Mount Rushmore – Marx, Lenin, Stalin und Mao überdimensional in Stein gemeißelt. Die andere Seite der massiven Drehbühne (Aleksandar Denic) ziert der Berliner Alexanderplatz, auf dem Plastikkrokodile umherkrabbeln – Ideen, die im Bayreuther Zuschauerraum am Freitag nicht allen gefielen. Ersatzweise und ventilartig wurden die Sänger und der Dirigent Marek Janowski gefeiert, als hätten sie da irgend etwas neu erfunden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.08.2016, Seite 11, Feuilleton

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