Zum Inhalt der Seite

»Ghostbusters«: Fans wollen keine Frauen

Los Angeles. Seit Wochen gibt es einen Shitstorm gegen das Remake der Fantasy-Komödie »Ghostbusters« – weil alle Protagonisten Frauen sind. Im August kommt der Film in die deutschen Kinos. »Dieser Müll wurde produziert, um Feminazis glücklich zu machen«, wütete ein Twitter-Nutzer. Ein Beispiel von vielen. Neben frauenfeindlichen Schimpfkanonaden gibt es sogar Todesdrohungen gegen Regisseur Paul Feig und seine Crew.

Die Hauptrollen in dem Film spielen Leslie Jones, Melissa McCarthy, Kate McKinnon und Kristen Wiig. In der Originalfassung von 1984 waren die »Geisterjäger« alle männlich. Trotz ähnlicher Proteste im Internet waren die jüngsten Hollywood-Produktionen mit Frauen in Rollen, die früher eher Männern zugedacht waren, kommerzielle Erfolge. Solche Filme hätten 2014 um 3,3 Prozent höhere Einnahmen erzielt als jene mit Männern im Mittelpunkt, sagte die Filmexpertin Stacey Smith von der University of Southern California. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2016, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!