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NSU-Ausschuss in ­Brandenburg gestartet

Potsdam. Brandenburg hat seit Dienstag einen Untersuchungsausschuss zum Thema »Organisierte rechtsextreme Gewalt und Behördenhandeln, vor allem zum Komplex Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)«. Das Gremium hat sich am Nachmittag im Potsdamer Landtag konstituiert und soll mögliche Verstrickungen des Landesverfassungsschutzes in die Mord- und Anschlagsserie des NSU aufklären. Wichtige Akteure waren in diesem Zusammenhang der heutige Chef des sächsischen Landesamtes, Gordian Meyer-Plath, damals V-Mann-Führer in Brandenburg, und seine neonazistische »Quelle« Carsten Szczepanski. Der Untersuchungsausschuss besteht aus neun ordentlichen Mitgliedern und wird von dem Abgeordneten Holger Rupprecht (SPD/Foto) geleitet. Neben drei weiteren SPD-Vertretern gehören ihm jeweils zwei Abgeordnete der CDU und der Linksfraktion sowie jeweils ein Mitglied der Grünen und der AfD an. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2016, Seite 1, Inland

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