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Kungelei um ­Lohngleichheitsgesetz

Berlin. Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) ist bereit, Abstriche an einem geplanten Gesetz für mehr Transparenz bei Lohnunterschieden in Kauf zu nehmen. Das hat die Sozialdemokratin dem Spiegel zu verstehen gegeben. Schwesigs Entwurf sieht bislang für alle Beschäftigten ein Auskunftsrecht zu Gehaltsstrukturen in ihren Betrieben vor. Doch die Vorlage liegt seit Monaten im Kanzleramt auf Eis. Die Union will das Auskunftsrecht auf Betriebe mit mehr als 500 Mitarbeitern einschränken. Millionen Beschäftigten bliebe demnach die Möglichkeit verwehrt, von ihrem Chef die Herausgabe der Informationen zu verlangen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.06.2016, Seite 4, Inland

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