-
15.06.2016
- → Ausland
Libyen misshandelt Flüchtlinge
London. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der libyschen Küstenwache willkürliche Gewalt gegen Flüchtlinge vor. Dies habe eine jüngste Befragung von 90 Betroffenen auf Sizilien und in Apulien ergeben. Flüchtlinge, die auf dem Meer aufgegriffen wurden, seien geschlagen und beschossen worden. Viele Aufgegriffene seien in libysche Haftzentren gebracht worden, wo ihnen Folter und Misshandlung drohten, teilte die Organisation mit. »Die EU riskiert mit ihren aktuellen Plänen zur engeren Kooperation mit Libyen, diese Menschenrechtsverletzungen noch zu befeuern«, kritisiert Amnesty. In den libyschen Haftlagern herrschten »entsetzliche Bedingungen«. Weiter klagte Amnesty an: »In einem Fall hat die libysche Küstenwache ein sinkendes Boot im Stich gelassen und 120 Menschen an Bord zurückgelassen, statt sie zu retten.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!