Zum Inhalt der Seite

Internierung von Flüchtlingen illegal

Port Moresby. Das oberste Gericht des pazifischen Inselstaats Papua-Neuguinea hat die dortige Internierung von Asylbewerbern in von der australischen Regierung betriebenen Lagern für illegal erklärt. Die Unterbringung auf der Insel Manus verstoße gegen das verfassungsmäßig garantierte Recht auf persönliche Freiheit, begründeten die fünf Richter am Dienstag ihre Entscheidung. Sie forderten die Kabinette des Inselstaats und Australiens auf, die Praxis zu beenden.

In dem Lager leben derzeit rund 850 Männer, die in Australien Asyl suchen. Flüchtlinge, die versuchen, aus Indonesien oder Sri Lanka per Boot nach Australien zu gelangen, werden in Flüchtlingslager gebracht, die das Land auch auf der Weihnachtsinsel oder im mikronesischen Nauru betreibt. Manche sitzen seit mehr als zwei Jahren dort fest. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2016, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!